Carraig Dubh

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Hier ist er, mein erster “Vatted” Malt. (Wie fast alle Whiskyliebhaber weigere ich mich standhaft den neuen Begriff Blended Malt zu verwenden, wenn es sich vermeiden lässt).

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Carraig Dubh bedeutet “Schwarzer Fels”. Dieser Fels liegt vor dem Nordufer des Lochindaal. Jetzt ratet, welche beiden Destillerien die Eltern dieser Abfüllung sind.

Dieses ist mein erstes eigenes Vatting, bei dem ich dankenswerterweise auf die Erfahrungen des Masterblenders John McDougall zurückgreifen konnte, der mich bei der Auswahl der Fässer unterstützte.

Tastingnotes:
Farbe: dunkler Weißwein
Nase: Kräuter, schöne Prise Rauch und Torf, wenn er eine Weile gestanden hat kommen leichte frische Fruchtaromen zum Vorschein, leichte Anklänge an Beeren.
Gaumen: Er braucht wie fast alle fassstarken Whiskies etwas Zeit im Glas. Ganz zu Beginn alkoholisches Prickeln auf der Zunge. Aber wenn er sich akklimatisiert hat trotz der 55% zunächst sanft und seidig, malzig, mit vielen Kräuteraromen, frische Fruchtnoten, etwas Torf und  Rauch; ein Tag in den Dünen von Islay. All dies wird am Ende von einer salzigen Gischtwoge davongespült.
Abgang: lang, salzig und wärmend.

Dies ist ein einmaliger Small Batch Blend, das heißt, es wird ihn nur einmal geben. Begrenzt war er auf 58 Flaschen, von denen noch einige da sind.

Preis: 49,- Euro / 0,7 l-Flasche

Ich soll schöne Grüße ausrichten.

Nicht nur von Jane und John, die sich so nett um unsere Fässer kümmern, sondern auch von unseren Fässern selbst. Ich habe sie besucht, als ich in der Vorosterwoche in Glasgow war. Sie liegen friedlich im Lager von Jane´s kleiner Abfüllanlage und warten darauf, Ihre wohlschmeckende und wertvolle Füllung an mehrere hundert Flaschen abgeben zu dürfen. Um Euch an diesem Besuch ein klein wenig teilhaben zu lassen, habe ich ein paar Fotos gemacht.

1996 Highland Park Bourbon Cask 5975

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Sehr schöner vanilletönige Abfüllung aus einem Ex-Bourbon-Fass mit Honig und Kräuteraromen, leicht rauchig. Alkoholgehalt ca. 54,5 %.

1991 Tamdhu Bourbon Cask 35079

2011_Schottland_Tamdhu_1991

Der Tamdhu ist ein 20-jähriger aus einem Ex-Bourbonfass und hat eine
Alkoholstärke von knapp 51 %. Trotz des relativ hohen Alters hat er eine noch fast “jugendlich” wirkende Alkoholigkeit. Er kann gerne ein bis zwei Tropfen Wasser gebrauchen, aber damit sollte man vorsichtig sein. In der Nase hat er zuerst Schoko- und Toffeearomen, die aber im Mund relativ schnell von Kräutern (Heidekraut, Gras) und ein wenig Honig abgelöst werden. Das Finish ist mittellang, wärmend und ebenfalls von den Kräuteraromen geprägt.

Die Abfüllung beider Fässer ist für die kommende Woche geplant.

Slainté mhath
mr

Nachdem die ersten Fassteilungen überwiegend im Whisky Forum bei Xing.de gelaufen waren, kommen nun mehr und mehr Interessenten über andere Wege hinzu. Deswegen kann und will ich in Zukunft die für die Xing-Aktionen entworfenen Labels nicht weiter verwenden. Ich habe mir vom Kommunikationsdesigner Michael Melchinger neue Labels entwerfen lassen, die nach meiner Meinung gut gelungen sind.

Etiketten_2010_2

Der Clou bei den Labels ist die farbliche Gestaltung. Für jede der fünf klassischen Whiskyregionen wurde eine eigene Farbe gewählt. Meine eigenen Flaschen des ersten Fasses habe ich schon mit diesen Etiketten ausgestattet und mir gefallen sie sehr gut. Ich hoffe, sie stößt auch bei den zukünften Fassanteilseignern auf Zustimmung.

Slainte
mr

Ein 27-jähriger Caol Ila aus dem Sherry Fass! Ist das nichts?

Sample_Caol_Ila_1983_Sherry_20100803Ich gebe zu, ich habe eine Weile überlegt, als ich den Preis für dieses halbe Sherry Butt gelesen habe. Es ist natürlich deutlich teurer als die jüngeren Fässer der bisherigen Aktionen. Aber nachdem ich die Aktion durchkalkuliert hatte, konnte ich dann doch nicht widerstehen.

Hier die Einzelheiten:
Sherry Butt No. 3623
Destilliert am 25.5.1983
Alkoholgehalt: 51,5%
Inhalt: vermutlich ca. 320 Flaschen

Der 1%-Fassanteil kostet für dieses Fass € 180,-, der Flaschenpreis wird voraussichtlich zwischen 70 und 74 Euro liegen. Auch hier wird der Fassanteil natürlich am Ende verrechnet.

Der abgebildete Sample beinhaltet einen dunklen, aber beim Nosing und Tasting  trotzdem unverkennbaren Caol Ila, mit einem angenehmen Schuss Sherry, der den Islay nicht tötet oder verklebt. Ein wunderbarer Dram im Vorgriff auf Weihnachten.

Die Fassanteile können wie immer per Mail an info@mr-whisky.de oder über den Shop geordert werden. Momentan sind noch knapp 40% frei.

Euer mr

Und weiter geht´s!!

Die nächsten Fassteilungen stehen an. Eigentlich waren die erst für etwas später vorgesehen, aber aus terminlichen Gründen müssen die Flaschen bis Mitte Oktober wieder bei mir vom Hof und aus dem Keller verschwunden sein.

Sample_Benrinnes_1994_20100803Das Erste der beiden Fässer ist ein Benrinnes, eher untypisch aus einem ex-Bourbon Hogshead. Benrinnes-Abfüllungen kennt man sonst meist aus dem Sherryfass.

Hier die Fassdaten:

Hogshead Nr. 602
Destilliert am 5.1.1994
Alkoholgehalt: 56,2 Vol%

Die Schätzungen zu der Flaschenanzahl gehen ziemlich weit auseinander. Nach den Erfahrungen mit dem zweiten Laphroaig-Fass, in dem fast 40 Flaschen weniger waren, als zunächst gemutmaßt, verfolge ich einen konservativen Ansatz und kalkuliere mit 255 Flaschen. Ich hoffe aber, dass es deutlich mehr werden.

1%-Anteil kostet € 65,-, der endgültige Flaschenpreis wird voraussichtlich zwischen 40 und 44 Euro liegen. Der Preis hängt in erster Linie von der Anzahl der Flaschen im Fass ab. Wie üblich wird natürlich der vorab bezahlte Preis für den Fassanteil mit dem Flaschenpreis verrechnet.

Und nun die schlechte Nachricht:
Die Liste ist derzeit geschlossen. Da schon seit einigen Monaten relativ klar war, dass als nächstes ein Benrinnes kommen würde, haben Viele die Flucht nach vorne ergriffen und schon mal vorbestellt. Außerdem gibt es zwei “Großabnehmer”, die allein 25% bzw. 20% reserviert haben.

Falls von den “Frühbuchern” jemand abspringen sollte, mache ich die Liste natrülich wieder auf, bzw. fülle mit den Bestellern auf der Nachrückerliste auf. Falls deutlich mehr Flaschen im Fass sein sollten, kann es auch durch Rundungsdifferenzen zu freien “Überhangflaschen” kommen, die ich dann auch entsprechend verteilen werde.

Euer mr

Es ist vollbracht!! Die ersten beiden Fassteilungen sind abgeschlossen. Es war eine spannende Erfahrung und ich freue mich über die vielen positiven Reaktionen, den Dank und die Ermutigungen, die ich im Laufe der Aktionen erfahren habe.

Kisten-auf-dem-HofEs war schon eine besondere Erfahrung, 650 Flaschen Whisky auf den Hof zu bekommen, den größten Teil davon in große und kleinere Pakete zu verpacken und weiter zu versenden. Am Montag, den 26. Juli stand nur kurz vorher angekündigt ein riesenhafter, schottischer Truck in unserer kleinen Straße, der unter anderem zwei Paletten mit über 100 Kisten Whisky an Bord hatte. Am Witzigsten war der Moment, als der Fahrer mich fragte, ob wir nicht zufällig einen Gabelstapler hätten. Unser Gabelstapler bestand dann – neben meiner Frau und mir – aus drei Nachbarn, die mit Hand anlegten und Kiste für Kiste die Paletten entluden, erst auf dem Hof und später im Keller fein säuberlich nach Sorten getrennt aufstapelten.

Zwei Tage haben meine Frau und ich danach für die Umpackerei gebraucht. Zuguterletzt sorgte die DHL noch für Überraschung, als sie die Kisten nicht nur alle kurzfristig abholte, sondern die meisten auch innerhalb eines Tages an die Empfänger auslieferte.

Da kann man nur noch hoffen, dass Allen die beiden Laphroaigs auch noch gut schmecken. Die ersten Reaktionen klangen ziemlich begeistert.

Also ende ich mit einem kräftigen
Slainté mhath

Euer mr

John McDougall´s Islay Malt 1993 erhielt bei Jim Murray´s Whisky Bible 2010 Liquid Gold Award 94,5 Punkte und sicherte sich damit den Liquid Gold Status. Dieser wird den Abfüllungen zuteil, die in dem Wettbewerb mindestens 94 Punkte erreichen.

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“Jim Murray’s Whisky Bible 2010 enthält Tasting Notes von mehr als 3850 Whiskies aus der ganzen Welt. Diejenigen, die mindestens 94 Punkte erreichen gelten als die Elite, die besten Tropfen, die rund um den Globus zu haben sind. Die Glückwünsche gelten allen, die diese Whiskies hergestellt und auf den Markt gebracht haben. “

Der Islay 1993 ist ein Vatted Malt (neuerdings muss man ja Blended Malt sagen), der vom Masterblender John McDougall komponiert wurde. Er beinhaltet all das, was für John die Whiskyinsel Islay ausmacht, auf der er als Manager der Laphroaig Distillery Anfang der 1970er-Jahre für einige Zeit gelebt hat. Eine Zeit, die ihn sehr geprägt hat. Das merkt man auch dem Islay 1993 an.

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Jeff Topping, Partner von John in den USA schreibt dazu:

“Es gibt keine Tasting Notes, die diesen Whisky für den durchschnittlichen Whiskytrinker attraktiv erscheinen ließe. Für alle Torf-Liebhaber will ich es versuchen.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer Räucherkammer neben einem laufenden Außenbord-Bootsmotor, dann können Sie sich vorstellen, dass dies der torfigste Scotch Whisky auf dem Markt ist, und dazu noch mit FASS-STÄRKE.”

Leider war diese Abfüllung ausschließlich in den USA zu kaufen und außerdem ist sie inzwischen vergriffen.

John denkt aber derzeit über eine Neuauflage nach. Sobald die fertig ist, wird sie in meinem Shop zu bekommen sein!

 

 

Slainte mhath

mr.

Es existiert tatsächlich !!

Nicht, dass das eine Überraschung wäre. Aber es ist doch etwas Besonderes, vor ihm zu stehen, es ansehen und anfassen zu können. Hat es eben zurück gelächelt?

Junge, werde nicht sentimental! Es ist nur ein Fass. Aber immerhin ist des DAS FASS.


Das Laphroaig Fass 700256, destilliert am 17.6.1998, mit ungefähr 200 Litern Whisky im Bauch. Und was für ein Whisky!! Ein wunderschöner Laphroaig mit Salz und Rauch und einer großen Portion fruchtiger Süße, die ihn trotz seiner 57 bis 58 % Alkoholanteil so angenehm rund und harmonisch macht. Entsprechend rücksichtsvoll geht er auch mit den Nasenschleimhäuten um.

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Wir schießen ein paar Fotos. John grinst und sagt: “Wenn meine Frau das Bild sieht, wird sie fragen, welches das Fass ist.”

John, der das Fass vermittelt hat (schließlich ist er seit fast 50 Jahren im Geschäft und war in den 70ern Manager von Laphroaig) und seine Geschäftspartnerin Jane, deren Firma das Fass abfüllen wird, haben mich am Morgen herzlich begrüßt. Obwohl wir uns noch gar nicht so lange kennen, war es wie ein Treffen alter Freunde. Wir funken eben auf der selben Wellenlänge.

So ist die Reservierung zweier weiterer Fässer keine harte Verhandlungssache, sondern ein freundschaftlicher Deal. Ich sichere mir ein weiteres Fass Laphroaig aus dem selben Batch wie das erste und einen 13-jährigen Benrinnes, die ich beide in diesem Jahr noch als Fassteilung anbieten will. John erzählt, unser gemeinsamer Bekannter Anders aus Schweden und gefürchteter Verkoster, sei beim Tasten des zweiten Laphroaig-Fasses regelrecht ins Schwärmen geraten und hätte das Fass für sich reklamiert. Aber John hat ihm beschieden: “Sorry, this cask is for Michael!” Schön, wenn man sich auf Absprachen verlassen kann.

Die beiden Laphroaigs werden im Sommer abgefüllt werden. Mein Wiedersehen mit dem Whisky wird wohl auch ein Treffen unter alten Freunden werden.

Slainte mhath
mr.

PS: Fassanteile können in meinem Shop erworben werden.

Jetzt gibt es eine ganz neue Art, sich dem schottischen Nationalgericht zu nähern. Aber keine Angst, es handelt sich nicht um eine mit Getreide und Schlachtresten gefüllte Schokolade im Schafsdarm!

Nadja Ellingham, Schokoladenmacherin aus Edinburgh, hat mit viel Zeit, Sachverstand und Enthusiasmus die charakteristischen Gewürze und Aromen der mit einer Mischung aus Leber, Herz und Lunge vom Schaf, Hafermehl, Talg, Fond, Zwiebeln und Gewürzen gefüllten Schafsblase erschmeckt und diese in eine feine Schokoladenkreation eingebunden. Ihre Kunden seien zwar zunächst angesichts der gewagten Kombination etwas verdutzt, wären dann aber positiv überrascht über das Geschmackserlebnis.

“Im ersten Moment ist es eine dunkle, würzige Schokolade, aber nach und nach kommen mehr und mehr pfeffrige Noten zur Geltung”, beschreibt die Gründerin der Firma Thinking Chocolate die Geschmackseindrücke.

Neben dieser Kreation bietet sie zahlreiche weitere interessante Schokoladen in Form von Trüffeln, Tafeln und Ganache Torten an. Zu beziehen sind die Produkte in ausgewählten Läden in Edinburgh.

Whisky, der bei der Laphroaig Distillery auf Islay gebrannt wurde, gehört bekanntlich zum Besten und Begehrtesten, das sich ein Maltliebhaber vorstellen kann. Zumal wenn er als Einzelfass, nicht kühlgefiltert und ungefärbt in Fassstärke abgefüllt wurde. Direkt und unverfälscht direkt vom Fass in die Flasche also. Deswegen war es für mich keine Frage, zuzugreifen, als mir ein solches Fass angeboten wurde und es mit einigen Whiskyenthusiasten zu teilen.

photo by good-god-guy on Flickr

photo by good-god-guy on Flickr

Der Inhalt des Fasses, eines First-Fill Bourbon Hogsheads, wurde am 17. Juni 1998 bei Laphroaig mit einem Phenolgehalt von ca. 38 ppm destilliert und soll nach dem Willen des Eigentümerkonsortiums am 18. Juni 2010 (oder einige Tage später) auf Flaschen gezogen werden. Nach den Schätzungen des Vorbesitzers erwarten wir ca. 275 Flaschen á 70 cl und einer Alkoholstärke von 55 – 57 Vol%.

Nach Ostern werde ich nach Schottland reisen und unser Fass besuchen. Ich hoffe, es lässt sich nicht lumpen und stellt sich zu einem gemeinsamen Foto mit mir zur Verfügung. Das Ergebnis des Shootings werde ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Nachdem die Größe des Fasses die Nachfrage nicht befriedigen konnte, habe ich keine Mühe gescheut und ein weiteres Fass aus der gleichen exquisiten Quelle sichern können. Dieses werde ich nach dem Abschluss des ersten Fasskaufes ebenfalls anbieten. Nach den Erfahrungen aus der ersten Aktion, wird es 1%-Anteile geben, was vermutlich einer Menge von etwa 3 Flaschen entsprechen wird. Wem das noch zu viel ist, der wird auch eine Einzelflasche aus meinem persönlichen Anteil erwerben können. Ein Mehrfaches dieses 1%-Anteils kann man sich natürlich auch sichern. Es wird aller Voraussicht auch einen Teil der Shares in meinem Shop zu kaufen geben (sofern mir dieses zweite Fass nicht ebenso schnell aus den Fingern gerissen wird, wie das erste). Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Mit einem vorfreudegeschwängerten kräftigen
sláinte mhath

Euer mr