Nachdem die ersten Fassteilungen überwiegend im Whisky Forum bei Xing.de gelaufen waren, kommen nun mehr und mehr Interessenten über andere Wege hinzu. Deswegen kann und will ich in Zukunft die für die Xing-Aktionen entworfenen Labels nicht weiter verwenden. Ich habe mir vom Kommunikationsdesigner Michael Melchinger neue Labels entwerfen lassen, die nach meiner Meinung gut gelungen sind.

Etiketten_2010_2

Der Clou bei den Labels ist die farbliche Gestaltung. Für jede der fünf klassischen Whiskyregionen wurde eine eigene Farbe gewählt. Meine eigenen Flaschen des ersten Fasses habe ich schon mit diesen Etiketten ausgestattet und mir gefallen sie sehr gut. Ich hoffe, sie stößt auch bei den zukünften Fassanteilseignern auf Zustimmung.

Slainte
mr

Ein 27-jähriger Caol Ila aus dem Sherry Fass! Ist das nichts?

Sample_Caol_Ila_1983_Sherry_20100803Ich gebe zu, ich habe eine Weile überlegt, als ich den Preis für dieses halbe Sherry Butt gelesen habe. Es ist natürlich deutlich teurer als die jüngeren Fässer der bisherigen Aktionen. Aber nachdem ich die Aktion durchkalkuliert hatte, konnte ich dann doch nicht widerstehen.

Hier die Einzelheiten:
Sherry Butt No. 3623
Destilliert am 25.5.1983
Alkoholgehalt: 51,5%
Inhalt: vermutlich ca. 320 Flaschen

Der 1%-Fassanteil kostet für dieses Fass € 180,-, der Flaschenpreis wird voraussichtlich zwischen 70 und 74 Euro liegen. Auch hier wird der Fassanteil natürlich am Ende verrechnet.

Der abgebildete Sample beinhaltet einen dunklen, aber beim Nosing und Tasting  trotzdem unverkennbaren Caol Ila, mit einem angenehmen Schuss Sherry, der den Islay nicht tötet oder verklebt. Ein wunderbarer Dram im Vorgriff auf Weihnachten.

Die Fassanteile können wie immer per Mail an info@mr-whisky.de oder über den Shop geordert werden. Momentan sind noch knapp 40% frei.

Euer mr

Und weiter geht´s!!

Die nächsten Fassteilungen stehen an. Eigentlich waren die erst für etwas später vorgesehen, aber aus terminlichen Gründen müssen die Flaschen bis Mitte Oktober wieder bei mir vom Hof und aus dem Keller verschwunden sein.

Sample_Benrinnes_1994_20100803Das Erste der beiden Fässer ist ein Benrinnes, eher untypisch aus einem ex-Bourbon Hogshead. Benrinnes-Abfüllungen kennt man sonst meist aus dem Sherryfass.

Hier die Fassdaten:

Hogshead Nr. 602
Destilliert am 5.1.1994
Alkoholgehalt: 56,2 Vol%

Die Schätzungen zu der Flaschenanzahl gehen ziemlich weit auseinander. Nach den Erfahrungen mit dem zweiten Laphroaig-Fass, in dem fast 40 Flaschen weniger waren, als zunächst gemutmaßt, verfolge ich einen konservativen Ansatz und kalkuliere mit 255 Flaschen. Ich hoffe aber, dass es deutlich mehr werden.

1%-Anteil kostet € 65,-, der endgültige Flaschenpreis wird voraussichtlich zwischen 40 und 44 Euro liegen. Der Preis hängt in erster Linie von der Anzahl der Flaschen im Fass ab. Wie üblich wird natürlich der vorab bezahlte Preis für den Fassanteil mit dem Flaschenpreis verrechnet.

Und nun die schlechte Nachricht:
Die Liste ist derzeit geschlossen. Da schon seit einigen Monaten relativ klar war, dass als nächstes ein Benrinnes kommen würde, haben Viele die Flucht nach vorne ergriffen und schon mal vorbestellt. Außerdem gibt es zwei “Großabnehmer”, die allein 25% bzw. 20% reserviert haben.

Falls von den “Frühbuchern” jemand abspringen sollte, mache ich die Liste natrülich wieder auf, bzw. fülle mit den Bestellern auf der Nachrückerliste auf. Falls deutlich mehr Flaschen im Fass sein sollten, kann es auch durch Rundungsdifferenzen zu freien “Überhangflaschen” kommen, die ich dann auch entsprechend verteilen werde.

Euer mr

Es ist vollbracht!! Die ersten beiden Fassteilungen sind abgeschlossen. Es war eine spannende Erfahrung und ich freue mich über die vielen positiven Reaktionen, den Dank und die Ermutigungen, die ich im Laufe der Aktionen erfahren habe.

Kisten-auf-dem-HofEs war schon eine besondere Erfahrung, 650 Flaschen Whisky auf den Hof zu bekommen, den größten Teil davon in große und kleinere Pakete zu verpacken und weiter zu versenden. Am Montag, den 26. Juli stand nur kurz vorher angekündigt ein riesenhafter, schottischer Truck in unserer kleinen Straße, der unter anderem zwei Paletten mit über 100 Kisten Whisky an Bord hatte. Am Witzigsten war der Moment, als der Fahrer mich fragte, ob wir nicht zufällig einen Gabelstapler hätten. Unser Gabelstapler bestand dann – neben meiner Frau und mir – aus drei Nachbarn, die mit Hand anlegten und Kiste für Kiste die Paletten entluden, erst auf dem Hof und später im Keller fein säuberlich nach Sorten getrennt aufstapelten.

Zwei Tage haben meine Frau und ich danach für die Umpackerei gebraucht. Zuguterletzt sorgte die DHL noch für Überraschung, als sie die Kisten nicht nur alle kurzfristig abholte, sondern die meisten auch innerhalb eines Tages an die Empfänger auslieferte.

Da kann man nur noch hoffen, dass Allen die beiden Laphroaigs auch noch gut schmecken. Die ersten Reaktionen klangen ziemlich begeistert.

Also ende ich mit einem kräftigen
Slainté mhath

Euer mr

John McDougall´s Islay Malt 1993 erhielt bei Jim Murray´s Whisky Bible 2010 Liquid Gold Award 94,5 Punkte und sicherte sich damit den Liquid Gold Status. Dieser wird den Abfüllungen zuteil, die in dem Wettbewerb mindestens 94 Punkte erreichen.

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“Jim Murray’s Whisky Bible 2010 enthält Tasting Notes von mehr als 3850 Whiskies aus der ganzen Welt. Diejenigen, die mindestens 94 Punkte erreichen gelten als die Elite, die besten Tropfen, die rund um den Globus zu haben sind. Die Glückwünsche gelten allen, die diese Whiskies hergestellt und auf den Markt gebracht haben. “

Der Islay 1993 ist ein Vatted Malt (neuerdings muss man ja Blended Malt sagen), der vom Masterblender John McDougall komponiert wurde. Er beinhaltet all das, was für John die Whiskyinsel Islay ausmacht, auf der er als Manager der Laphroaig Distillery Anfang der 1970er-Jahre für einige Zeit gelebt hat. Eine Zeit, die ihn sehr geprägt hat. Das merkt man auch dem Islay 1993 an.

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Jeff Topping, Partner von John in den USA schreibt dazu:

“Es gibt keine Tasting Notes, die diesen Whisky für den durchschnittlichen Whiskytrinker attraktiv erscheinen ließe. Für alle Torf-Liebhaber will ich es versuchen.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer Räucherkammer neben einem laufenden Außenbord-Bootsmotor, dann können Sie sich vorstellen, dass dies der torfigste Scotch Whisky auf dem Markt ist, und dazu noch mit FASS-STÄRKE.”

Leider war diese Abfüllung ausschließlich in den USA zu kaufen und außerdem ist sie inzwischen vergriffen.

John denkt aber derzeit über eine Neuauflage nach. Sobald die fertig ist, wird sie in meinem Shop zu bekommen sein!

 

 

Slainte mhath

mr.

Es existiert tatsächlich !!

Nicht, dass das eine Überraschung wäre. Aber es ist doch etwas Besonderes, vor ihm zu stehen, es ansehen und anfassen zu können. Hat es eben zurück gelächelt?

Junge, werde nicht sentimental! Es ist nur ein Fass. Aber immerhin ist des DAS FASS.


Das Laphroaig Fass 700256, destilliert am 17.6.1998, mit ungefähr 200 Litern Whisky im Bauch. Und was für ein Whisky!! Ein wunderschöner Laphroaig mit Salz und Rauch und einer großen Portion fruchtiger Süße, die ihn trotz seiner 57 bis 58 % Alkoholanteil so angenehm rund und harmonisch macht. Entsprechend rücksichtsvoll geht er auch mit den Nasenschleimhäuten um.

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Wir schießen ein paar Fotos. John grinst und sagt: “Wenn meine Frau das Bild sieht, wird sie fragen, welches das Fass ist.”

John, der das Fass vermittelt hat (schließlich ist er seit fast 50 Jahren im Geschäft und war in den 70ern Manager von Laphroaig) und seine Geschäftspartnerin Jane, deren Firma das Fass abfüllen wird, haben mich am Morgen herzlich begrüßt. Obwohl wir uns noch gar nicht so lange kennen, war es wie ein Treffen alter Freunde. Wir funken eben auf der selben Wellenlänge.

So ist die Reservierung zweier weiterer Fässer keine harte Verhandlungssache, sondern ein freundschaftlicher Deal. Ich sichere mir ein weiteres Fass Laphroaig aus dem selben Batch wie das erste und einen 13-jährigen Benrinnes, die ich beide in diesem Jahr noch als Fassteilung anbieten will. John erzählt, unser gemeinsamer Bekannter Anders aus Schweden und gefürchteter Verkoster, sei beim Tasten des zweiten Laphroaig-Fasses regelrecht ins Schwärmen geraten und hätte das Fass für sich reklamiert. Aber John hat ihm beschieden: “Sorry, this cask is for Michael!” Schön, wenn man sich auf Absprachen verlassen kann.

Die beiden Laphroaigs werden im Sommer abgefüllt werden. Mein Wiedersehen mit dem Whisky wird wohl auch ein Treffen unter alten Freunden werden.

Slainte mhath
mr.

PS: Fassanteile können in meinem Shop erworben werden.

Jetzt gibt es eine ganz neue Art, sich dem schottischen Nationalgericht zu nähern. Aber keine Angst, es handelt sich nicht um eine mit Getreide und Schlachtresten gefüllte Schokolade im Schafsdarm!

Nadja Ellingham, Schokoladenmacherin aus Edinburgh, hat mit viel Zeit, Sachverstand und Enthusiasmus die charakteristischen Gewürze und Aromen der mit einer Mischung aus Leber, Herz und Lunge vom Schaf, Hafermehl, Talg, Fond, Zwiebeln und Gewürzen gefüllten Schafsblase erschmeckt und diese in eine feine Schokoladenkreation eingebunden. Ihre Kunden seien zwar zunächst angesichts der gewagten Kombination etwas verdutzt, wären dann aber positiv überrascht über das Geschmackserlebnis.

“Im ersten Moment ist es eine dunkle, würzige Schokolade, aber nach und nach kommen mehr und mehr pfeffrige Noten zur Geltung”, beschreibt die Gründerin der Firma Thinking Chocolate die Geschmackseindrücke.

Neben dieser Kreation bietet sie zahlreiche weitere interessante Schokoladen in Form von Trüffeln, Tafeln und Ganache Torten an. Zu beziehen sind die Produkte in ausgewählten Läden in Edinburgh.

Whisky, der bei der Laphroaig Distillery auf Islay gebrannt wurde, gehört bekanntlich zum Besten und Begehrtesten, das sich ein Maltliebhaber vorstellen kann. Zumal wenn er als Einzelfass, nicht kühlgefiltert und ungefärbt in Fassstärke abgefüllt wurde. Direkt und unverfälscht direkt vom Fass in die Flasche also. Deswegen war es für mich keine Frage, zuzugreifen, als mir ein solches Fass angeboten wurde und es mit einigen Whiskyenthusiasten zu teilen.

photo by good-god-guy on Flickr

photo by good-god-guy on Flickr

Der Inhalt des Fasses, eines First-Fill Bourbon Hogsheads, wurde am 17. Juni 1998 bei Laphroaig mit einem Phenolgehalt von ca. 38 ppm destilliert und soll nach dem Willen des Eigentümerkonsortiums am 18. Juni 2010 (oder einige Tage später) auf Flaschen gezogen werden. Nach den Schätzungen des Vorbesitzers erwarten wir ca. 275 Flaschen á 70 cl und einer Alkoholstärke von 55 – 57 Vol%.

Nach Ostern werde ich nach Schottland reisen und unser Fass besuchen. Ich hoffe, es lässt sich nicht lumpen und stellt sich zu einem gemeinsamen Foto mit mir zur Verfügung. Das Ergebnis des Shootings werde ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Nachdem die Größe des Fasses die Nachfrage nicht befriedigen konnte, habe ich keine Mühe gescheut und ein weiteres Fass aus der gleichen exquisiten Quelle sichern können. Dieses werde ich nach dem Abschluss des ersten Fasskaufes ebenfalls anbieten. Nach den Erfahrungen aus der ersten Aktion, wird es 1%-Anteile geben, was vermutlich einer Menge von etwa 3 Flaschen entsprechen wird. Wem das noch zu viel ist, der wird auch eine Einzelflasche aus meinem persönlichen Anteil erwerben können. Ein Mehrfaches dieses 1%-Anteils kann man sich natürlich auch sichern. Es wird aller Voraussicht auch einen Teil der Shares in meinem Shop zu kaufen geben (sofern mir dieses zweite Fass nicht ebenso schnell aus den Fingern gerissen wird, wie das erste). Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Mit einem vorfreudegeschwängerten kräftigen
sláinte mhath

Euer mr

Die Dächer von 20 fußballplatz-großen Lagerhäusern der Firma Chivas Bros., in denen ca. 450 Mill. Liter Whisky lagern, sind in der Nachtvom 7.1. auf den 8.1.2010 unter der Eis- und Schneelast zusammengebrochen. Die Lagerhäuser stehen auf dem Betriebsgelände der Firma namens Malcolmburn bei Mulben in der Nähe von Keith in der Speyside. Auch auf dem Betriebsgelände an der Alexandra Road in Keith soll das Dach einer Lagerhalle nachgegeben haben.

Nach Angaben eines Unternehmenssprechers habe es keine Verletzten gegeben und offenbar wurden die gelagerten Fässer auch nicht beschädigt, so dass es zu keinem Verlust von Whisky gekommen sei.

Die Scotch Whisky Association gab an, ihre Mitgliedsbetriebe vor der Gefahr gewarnt und zur Ergreifung geeigneter Schutzmaßnahmen geraten zu haben. Es gibt Aussagen, dass Chivas zur Enteisung der Dächer chemische Mittel eingesetzt hat, wie sie auch auf Flughäfen verwendet werden. Offenbar vergeblich, wie es scheint. Die Firma Diageo, die ebenfalls Lagerhäuser in der Region hat, gab an, die Lage an ihren Warehouses ständig zu überwachen. Es habe dort aber bislang keine Vorkommnisse gegeben.

Tamdhu macht zu

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Nach Diageo und Whyte & Mackay hat nun auch die Edrington Group Personalabbau in Schottland angekündigt. Hauptopfer dieser Maßnahme wird die traditionsreiche Tamdhu Distillery in Knockando (Speyside) sein. Sie soll zum April nächsten Jahres geschlossen werden. Neben der Brennerei wird auch die in der Nachbarschaft befindliche Mälzerei stillgelegt, durch die Tamdhu die einzige Destillerie in der Speyside ist, die ihr Malz noch selbst herstellt. Durch diese Restrukturierungsmaßnahmen werden auch die anderen Brennereien der Gruppe The Macallan in Craigallachie, Glenrothes in Rothes (beide ebenfalls in der Speyside) und Highland Park auf Orkney durch den Verlust einzelner Arbeitsplätze betroffen sein. Der Betrieb wird dort jedoch weiter gehen. Unangetastet bleibt dagegen die Glenturret Distillery in Crieff, wo die Marke The Famous Grouse hergestellt wird.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Blends ist der Whisky von Tamdhu. Es heißt also Umdenken für den Masterblender von Edrington Gordon Motion, der erst zum 1. August seinen langjährigen Vorgänger John Ramsay abgelöst hatte und der nun eine neue Rezeptur für das “Moorhuhn” entwickeln muss.

Immerhin teilte das Unternehmen mit, dass die Anlagen lediglich außer Betrieb genommen und in funktionsfähigem Zustand erhalten werden sollen. Ein Abriss scheint also nicht zu befürchten zu sein. Es besteht somit noch Hoffnug, dass die Brennerei irgendwann wieder in Betrieb gehen kann, sei es nach wirtschaftlicher Gesundung der Edrington Group selbst oder nach Verkauf an einen Interessenten. Der dürfte allerdings angesichts der wirtschaftlichen Lage derzeit eher schwierig zu finden sein.

Der Tamdhu ist als Single Malt eher selten zu finden, meist von Unabhängigen. Ich versuche derzeit ein paar Flaschen einer Einzelfassabfüllung von 1991 aus der Golden Cask Serie von John MacDougall zu ergattern, die hoffentlich ab Anfang Dezember in meinem Shop erhältlich sein wird.